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Schwarzes Wochenende am Nürburgring

Man kann den 3. Lauf der VLN kaum in Worte fassen. Schon die Anreise und Vorbereitung begann unter keinem guten Stern. Teamchef Dirk Stock musste am Donnerstag allein anreisen, da ein Teil der Mechaniker und beide Fahrer verhindert waren. Zunächst nichts weltbewegenden, schließlich ist der Donnerstag ein reiner "Einräumtag". Jedoch stand er am Freitag Mittag noch immer alleine vor Ort. Kein Fahrer, keine Mechaniker ...

 

 

Der eine Fahrer stand im Stau, der andere hatte eine Panne mit seinem PKW und leider auch noch Mechaniker an Bord.

Nicolas Borst traf dann um die Mittagszeit ein, nachdem er sich durch den STAU gekämpft hatte. Grade noch Papierabnahme, technische Abnahme usw hinbekommen, startete das Team, das zu diesem Zeitpunkt aus genau 2 Leuten bestand: dem Teamchef und dem 1. Fahrer, mit Verzögerung ins freie Training. Die wenigen Trainingsrunden verliefen vom Eindruck her wenigstens positiv, der Frosch hatte endlich "Feedback" und einen Grundstein an Grip.

Nach Beendigung des Trainings trafen dann auch unser zweiter Fahrer, Andreas Winterwerber und die Mechaniker ein. Der ADAC hatte tatsächlich ganze 5 Stunden gebraucht um ihn abzuschleppen und einen Leihwagen zu stellen...

Trotz allem sah es ja jetzt gut aus. "Alles wird gut" war das Motto mit höchst positiver Stimmung. Im Zeittraining am Samstag war aber wieder alles gegen die Mannschaft. Der Frosch lief rund und einem Uhrwerk gleich. Andreas Winterwerber musste aber noch immer auf seinen ersten Runden im trockenen im Frosch warten, da morgens die Strecke noch sehr feucht war. Jedoch war zu Beginn des Trainings schon klar, die schnellste Runde wird in den letzten Minuten gefahren, weil dann wird die Strecke trocken sein ...

So kam es auch ... nur leider mit keiner guten Zeit. Die Konkurenz der sehr gut besuchten Klasse hatte das Glück in ihrer schnellen Runde immer vor grossen Unfällen zu sein und somit ihre schnellen Runden gut zuende bringen zu können. Währenddessen waren wir immer hinter den grossen Unfällen, wobei die zum Teil kilometerlangen Gelbabschnitte keine guten Zeiten zuliessen. Am Ende lagen wir immerhin im groben Mittelfeld der Klasse mit den direkten Gegnern in Sichtweite.

Im Rennen konnte Andreas Winterwerber bei Traumwetter endlich sein ersten Runden im Trockenen fahren. Auf der Suche nach seinem Rythmus konnte er die ersten Klassengegner überholen, und im Gesamtfeld hatte er sich nach 5 Runden schon um 40 Plätze vorgearbeitet. Jede Runde wurde 10 Sekunden schneller und die Pace sah sehr gut aus. Dann vermeldete er nach knapp einer Stunde "Husten" und kam unplanmässig in die Box, wobei das Auto in der Einfahrt letztlich sogar aus ging.

Um aus der Not eine Tugend zu machen, wurde wärend der Fehlersuche der reguläre Boxenstop absolviert: Tanken, Fahrer- und Reifenwechsel. Letztlich sprang das Auto wieder an. Als Ursache wurde zunächst ein defektes Relais angesehen. Doch der nun eingestiegene Nicolas vermeldete direkt ebenfalls Aussetzter im oberen Drehzahlbereich ...

Er ging trotzdem mit angepasster Fahrweise raus auf die Nordschleife ... leider war im Galgenkopf die Fahrt endgültig zuende. Das Team rückte mit reichhaltig Zubehör aus und diagnostizierte ein fehlendes Stück an der Inkrementgeberscheibe der Kurbelwelle. Da sich diese, für derartige Schäden gänzlich unbekannte Scheibe im inneren des Motors befindet, war dies leider das Aus ...

Es hatte an diesem Wochenende einfach nicht sein sollen ...