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2 Schritte vor, 1 zurück, 3 vor ...

... oder auch VLN #4. Es geht voran, endlich sind wir fast da wo wir sein wollen.

Am Freitag wurden vormittags intensiv Testfahrten durchgeführt um die Probleme in den langsamen Kurven zu beseitigen. "Zwischenzeitig waren wir mal superschnell, aber die Fahrer waren an den schnellen Stellen zu unsicher", gab Teamchef Dirk Stock zu Protokoll. "Das Auto geht wie die Sau, aber ich hab's nicht in der Hand", bekundete Altmeister Axel Peinemann. Beim Setup wurde dann der goldene Kompromiss gewählt und alle waren zufrieden ...


Das Zeittraining war mal wieder durchwachsen. Allerdings irgendwie besser denn je, denn die Zeiten waren grad mal so aus dem Ärmel gefahren, wo man sonst schon kämpfen musste. Viel zu langsam, aber immerhin schonmal besser ...

Im Rennen eröffnete Axel mit dem Start die Hatz nach endlich guten Rundenzeiten. Einerseits ließ er direkte Konkurrenten klar hinter sich, andererseits waren die Zeiten noch nicht berauschend, und an der Boxenmauer zeigten sich leicht angefressene Gesichter. "Gelb, überall Gelb", war die Rückmeldung dazu. Einerseits sind einige Autos klar hinter uns die sonst vor uns waren, andererseits geht vorne der Zug ab ...  "Gelb=Fuss vom Gas", wird wohl noch immer unterschiedlich definiert ...

Nach dem Wechsel auf Quick Nick sah die Welt auch nicht besser aus ...
"Warum is der so langsam?"  fragte das Team im Kreis, wo doch nach eigenen Angaben das Auto jetzt so super geht ...
Erst kam der Funkspruch "Ich rutsch hier nur rum" und direkt darauf die schnellste Rennrunde seines Lebens ... und noch eine ... "Auf der Döttinger war doppelt Gelb, da geht noch viel mehr", funkte Nick und "Jetzt weiss ich wies geht" ... selbst die anschließende Inlap war schneller als die Qualirunde ...

Das Auto wurde jetzt in exakt dem Zustand an Andreas Winterwerber übergeben; nur betankt, um zu sehen wie er mit dem zu dem Zeitpunkt guten Auto zurechtkommt. "Auf Platzierung gesehen, war das ein riesen taktischer Fehler", gab Teamchef Dirk Stock nach dem Rennen zu. "Nick hätte noch 3 runden sitzen bleiben müssen und Andreas mit neuen Reifen raus, dann wär'n wir auf's Rreppchen gefahren" ...  "Aber wir sind ja eh nicht angekommen ...", fügte er nach. "Ich habe mir aber etwas dabei gedacht. Jetzt weiss ich wie die Reifen halten, und wie sie sich am Ende verhalten.  Auch können wir die Pace der Fahrer untereinander nun besser einschätzen. Wir sind in der Entwicklungsphase, da muss man alles ausprobieren."

In der letzten Stunde hatte man sich kontinuierlich von Platz 3 auf 6 runtergewirtschaftet, weil die Reifen extrem abgebaut haben. Andreas hat gekämpft wie nen Grosser, aber es war nix zu machen. "Ich war auch gesundheitlich nicht fit ...", gab Andreas Winterwerber nach dem Rennen zu, der den Frosch 2 Runden vor Schluss mit Motorschaden in der Boxeneinfahrt abstellen musste. "Ich habe mich massiv verschaltet, und fast 10000 Umdrehungen waren halt zuviel des Guten ..."

Als Fazit muss man sagen die Pace ist bis auf 10 Sekunden da, wo sie sein soll. Jetzt müssen die Fahrer erstmal den Rythmus finden, diese Pace auch konstant zu gehen. Nick hat ihn bereits gefunden, die anderen beiden werden ihn aber nach dem nächsten Rennen auch haben.

"Dann die letzten 10 Sekunden finden ist reines Setup im Detail. Das wird kein Problem für mich.", sagt Teamchef Dirk Stock, "Aber zunächst muss jetzt Konstanz in die Sache um nen festen Standpunkt zu haben".