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Potential und Leid am Nürburgring

Lauf 2 der VLN Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife endet mit katatrophalem Ausgang für Team Stock Rennsport.

 

Am Freitag waren der Schweizer Patrick Flammer und Altmeister, aber Nordschleifenneuling, Ralf Schütze zur Lehrstunde angetreten. Der ganze Freitag wurde mit Streckenerklärung, Fahrertrainings, Theorie und Praxis verbracht, was beide wirklich vorbildlich meisterten. Zum freien Nachmittagstraining wurde ein großes Chaos erwartet, waren doch nach Absage der Test- und Einstellfahrten sowie VLN Lauf 1 alle Fahrer extrem heiss. Über 200 Nennungen lagen vor, das konnte eigentlich nicht gut gehen ...

Man wurde aber eines Besseren belehrt, durchaus erstaunlich diszipliniert und ruhig lief das Training sauber durch. Das Fehlen diverser Werksfahrer, die sich mittlerweile als Hauptursache für Unfälle herauskristallisiert haben, war deutlich spürbar. Dem gesamten Fahrerlager fiel die erstaunliche Ruhe auf der Strecke auf ...

Am Samstag sollten es Andreas Winterwerber und Axel Peinemann sein, die den Frosch zum ersten mal im Jahr 2013 über die Nordschleife prügeln würden. Das Zeitraining war mal wieder durchwachsen. Auf der zunächst noch nassen Strecke wurde abgewartet. "Ich muss da jetzt nicht die Reifen nass machen", waren die Worte von Axel, der als Erstes raus sollte. Nach ca. einer halben Stunde ging er dann raus auf die abtrocknende Strecke um erstmals eine wertbare Zeit abzuliefern.

Andreas übernahm dann das Fahrzeug, nun auf Slicks, um eine verwendbare Zeit zu fahren. Mehr wie 3 Runden sollten es aber nicht werden, zuviel Schrott und Dreck auf der Strecke, eine Verbesserung war nicht in Sicht. Letztlich kostete uns noch ein Fehler in der Zeitmessung die schnellste Runde, eine der zwei Aufwärmrunden auf dem GP-Kurs war auf die schnellste Zeit aufaddiert worden ...  Seitens der Rennleitung befand man sich nicht mit der Sache befassen zu müssen, das sei schon alles in Ordnung so !!! Und das obwohl doch grade jeder Teilnehmer gar zwangsweise mit einer GPS Überwachung ausgerüstet wurde, die eine nahtlose Verfolgung dieses Vorgangs ermöglicht hätte ...

Zum Start sollte Axel in's Lenkrad greifen, um den Frosch in die Regionen zu bewegen, wo er gebührend hingehört. Eine neue Reifensorte war extra dafür aufgezogen worden, welche sich bereits in der Aufwärmrudne unglaublich gut anfühlte. Doch leider war das Rennen schon in Runde 1 ausgangs der Fuchsröhre für uns beendet ...

Aus der 1. Startgruppe musste ein Porsche geborgen werden, was zu Doppel-Gelb in dem Bereich führte. Der vorausgehende Streckenposten hielt es aber für angenehmer auf seinem Stuhl sitzen zu bleiben, statt die gelben Flaggen zu schwenken. Dank der GPS Überwachung war nun jeder Teilnehmer bemüht an der Bergungsstelle exakt 60 zu fahren, was in diesem Streckenabschnitt eine Vollbremsung erforderte, da man mit rund 200 KM/h aus der Fuchsröhre unwissend herauskam ...

Zwei mal würde es bereits ganz eng, als die Fahrzeuige im Pulk auf das Stauende trafen. Für Axel, der "einsam" um die Ecke kam, wurde es dann ganz eng. Mit all seiner Rennerfahrung zog er das Auto in einen Dreher um nicht in den Pulk hineinzuknallen und brachte den Frosch mit ein bisschen Glück ohne einen Kratzer zum stehen. Doch kaum stand er, kamen zwei nachfolgende Fahrzeuge, mitunter auch das DMSJ Auto mit Marcel Hellberg am Steuer. Ihm fehlte in dem Moment leider der Blick für eine Ausweichweichmöglichkeit und schlug mit ca. 140 KM/h in 45° hinten im Frosch ein und schob diesen zudem noch mit der Front in die Leitplanke. Axel Peinemann geht es bis auf einige Wirbelsäulenverzerrungen und Kopfschmerzen soweit gut. Wir wünschen ihm weiterhin gute Besserung und wissen nun wieder warum wir so hohen Wert auf Sicherheit beim Aufbau unserer Rennfahrzeuge legen.